Sex & Partnerschaft

Liebe nach dem Baby

Der Körper verändert sich

Nach der Geburt ist nichts mehr, wie es einmal war. Der Körper beginnt mit dem Rückbildungsprozess und der Hormonhaushalt muss sich erst wieder stabilisieren. Der Babybauch ist zwar nicht mehr ganz so prominent, die Proportionen und die Silhouette haben sich jedoch merklich verändert. Als ob das alles nicht genug wäre: Schmerzen durch die Kaiser- oder Dammschnitt entstandenen Narben. Die Geburt eines Kindes bringt für dich und deinen Partner ganz neue Herausforderungen mit sich. Allen voran müsst ihr lernen, deinen neuen Körper zu lieben und zu schätzen. Das ist vor allem am Anfang gar nicht so leicht.

Die Mentalität verändert sich

Nicht nur der Körper verändert sich, auch Ansichten und Mentalitäten passen sich an. Während du früher schnell von Kindern genervt warst, bringst du nun mehr Geduld für sie auf oder kannst dich vielleicht gar nicht von ihnen trennen. Besonders in der ersten Zeit nach der Geburt ist die Bindung zwischen Mutter und Kind sehr eng. Lasse daher deinen Partner an dieser einmaligen Zeit teilhaben: Aus euch ist nun eine Familie geworden und diesem Abenteuer stellt ihr euch gemeinsam. Dazu gehört auch, über die Erziehung und unterschiedliche Ansichten zu sprechen.

Auch die Sicht deines Partners verändert sich

Aus dir und deinem Partner sind nun Eltern geworden und euch steht eine wundervolle Zeit bevor. Doch ihr braucht beide Zeit, um in eure neuen Rollen reinzuwachsen und die des jeweils anderen zu akzeptieren. Für viele Männer ist es zunächst nicht einfach, dass aus ihrer (Sexual-)Partnerin nun auch eine Mutter geworden ist. Vielleicht braucht auch dein Partner etwas mehr Zeit, um sich an deine neue „Mütterlichkeit“ zu gewöhnen und sie zu schätzen.

Bedenke, dass die Geburt eures Kindes auch für ihn ein einschneidendes Erlebnis war: Er war zwar körperlich nicht betroffen, doch er hat den gesamten Vorgang mit all seinen Unannehmlichkeiten live mitverfolgt. Bei einigen Männern dauert es seine Zeit, bis die teilweise traumatischen Erinnerungen in eine positive Emotion umschlagen.
Gib deinem Partner also etwas Zeit und bewältigt eure neue Rolle als Eltern gemeinsam.

Andere Spontanität

Spontan ein Wochenende nach Paris oder kurzfristig auf das Konzert in der Lieblingskneipe am Freitagabend? Das klingt wohl in den meisten Elternohren nach einem schlechten Witz. Hat das Hotelzimmer denn ein Beistellbett? Ist der Babysitter für Freitag schon gebucht? Diese Fragen machen Eltern in der Regel einen Strich durch die Rechnung. Planen ist nun das A und O.
Das ist aber kein Grund der alten Spontanität nachzutrauern: Denn gleichzeitig eröffnen sich für euch als Familie tolle neue Möglichkeiten!

Verhütung während der Stillzeit

Während des Stillens schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, welches nicht nur die Milchbildung fördert, sondern auch den Eisprung hemmt. Ein Empfängnisschutz ist jedoch nur dann gegeben, wenn vollständig gestillt wird (min. 6x in 24 Stunden und 80 Minuten tägl.) und die Periode noch nicht wieder eingesetzt hat. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft ist in diesem Fall zwar gering, aber nicht ausgeschlossen, denn es kann unbemerkt ein Eisprung stattfinden. Darum solltest du dir bereits vor der Geburt überlegen, wie du während der Stillzeit verhüten möchtest. Bei der Wahl des richtigen Verhütungsmittels ist es wichtig, dass es weder deiner noch der Gesundheit des Kindes schadest und dass es die Qualität der Muttermilch/-bildung nicht verändert.
Hierfür eignen sich in der ersten Zeit besonders Barrieremethoden wie das Kondom oder das Diaphragma, da sie den Hormonhaushalt im Körper nicht beeinflussen. Von der Einnahme von Kombinationspillen wird während der Stillzeit abgeraten. Sie enthalten das Hormon Östrogen, welches die Milchproduktion hemmen kann. Die Einnahme der Minipille ist aufgrund ihrer niedrigen Gestagen-Dosierung unbedenklich und kann frühestens 6 Wochen nach der Geburt erfolgen. Sprich die Verhütung in der Stillzeit am besten mit deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme ab.

Verhütung nach dem Baby

Solltest du dich gegen eine Stillzeit entscheiden, bist du ab dem ersten Eisprung (ca.  4–6 Wochen nach der Geburt) wieder empfänglich. Falls du nicht erneut schwanger werden möchtest, solltest du bereits 3-4 Wochen nach der Geburt wieder verhüten.
Bei der Wahl der Verhütungsmethode spielt deine Familienplanung eine wichtige Rolle: Ist diese abgeschlossen oder möchtest du zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Kind?
Eine Sterilisation wäre je nachdem eine Option. Bei örtlich wirkenden Verhütungsmethoden wie der Spirale oder dem Ring solltest du unbedingt die komplette Rückbildung der Gebärmutter abwarten. Die Pille bietet im Gegensatz dazu bereits ab der 3. Woche nach der Geburt einen zuverlässigen Verhütungsschutz. Sie kann unproblematisch abgesetzt werden und lässt dir somit einen großen Spielraum beim Thema Familienplanung. Alternativ sind Kondome eine gute Möglichkeit der Verhütung, zumal du damit nicht in deinen Hormonhaushalt eingreifst und sich dieser nach der Schwangerschaft in Ruhe wieder einpendeln kann.

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